In Deutschland in eine bulgarische Musikerfamilie hineingeboren, begann Vivi Vassileva ihre Musikausbildung auf der Geige bei ihrem Vater, jedoch als sie am Strand von Karadere an der Schwarzmeerküste eine Gruppe von Volkskünstlern hörte, wurde sie sofort dazu inspiriert, Schlagzeug zu spielen. Es waren diese farbenfrohen und exotischen Balkan-Rhythmen, die sie zu der vielseitigen Musikerin gemacht haben, zu der sie geworden ist, und die ihren klassisch ausgebildeten Stil bis heute beeinflussen. Vassileva, die fur ihren innovativen Programmstil bewundert wird, bietet dem Publikum neue Möglichkeiten, ihre Instrumente und ihr Handwerk kennenzulernen, sei es in Form von Geschichtenerzählungen mit dem renommierten österreichischen Autor Michael Köhlmeier, der von popularen Sportlegenden erzählt, oder in Form von Pionierprojekten fur den Umweltschutz mit Schlaginstrumenten aus recycelten Materialien. Sie tritt regelmäßig mit Partnern wie Kian Soltani, Frank Dupree, Pablo Barragan und dem Gitarristen Lucas Campara Diniz sowie mit ihrem selbst gegründeten Schlagzeugensemble, dem „Extasi Ensemble“ auf, u.a. in der Berliner Philharmonie, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, in Snape Maltings, bei den March Music Days in Ruse, in der Elbphilharmonie in Hamburg und bei den Salzburger Festspielen. Vassileva begann ihre formale Ausbildung im Alter von zehn Jahren bei Claudio Estay und nach dem Gewinn des ersten Preises beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert in Deutschland, wurde sie jüngstes Mitglied im Bundesjugendorchester. Weitere Erfolge folgten, darunter Preise bei internationalen Marimba-Wettbewerben in Paris 2009 und Nürnberg 2010, dem lngolstädter Musikförderungspreis 2013 und zwei Sonderpreise als jüngste Halbfinalistin beim renommierten ARD- Musikwettbewerb 2014. 

„Wir haben das Jahrhundert der Schlagzeuger. Schlagzeug ist das älteste Instrument der Welt und gleichzeitig im Moment sehr, sehr neu.“

— Vivi Vassileva

Mit 16 Jahren wurde sie an der Hochschule für Musik und Theater in Munchen aufgenommen, wo sie ihren Bachelor of Music bei Raymond Curfs und Peter Sadlo absolvierte. Derzeit studiert sie berufsbegleitend an der Universität Mozarteum Salzburg bei Martin Grubinger. Sie erhielt den Kulturkreis Gasteig Musikpreis für ihre eigene Komposition und Bearbeitung des bulgarischen Volksliedes „Kalino Mome“. Im Jahr 2017 wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. 2019 unterzeichnete Vassileva einen exklusiven Plattenvertrag. Auf ihrem Debutalbum „Singin‘ Rhythm“ sind Werke von Guillo Espel, Eric Sammut, Oriol Cruixent und Keiko Abe zu hören, die meisten davon Ersteinspielungen, aber auch einige selten gehörte oder uraufgeführte Arrangements und Kompositionen von Vassileva selbst. Ausgewählt für das Programm „Great Talent“ des Wiener Konzerthauses von 2019/20 bis 2021/22 und als „Junge Wilde“ am Konzerthaus Dortmund von 2021/22 bis 2023/24, steht Vivi Vassileva an der Schwelle zu einer großen Karriere und verspricht eine Künstlerin zu werden, die das Publikum mitnimmt, wenn sie die Grenzen der Percussionwelt erkundet und verschiebt.Neben ihrer brillanten Technik, Athletik und erstaunlichen Virtuosität bringt sie eine außerordentliche Musikalität und einen poetischen Ausdruck in ihre Auftritte ein.

Preise
  • Bayerischer Kunstförderpreis in der Sparte Musik 2017
  • 1.Preis im Wettbewerb um den Musikpreis des Kulturkreises Gasteig 2016
  • 2 Sonderpreise im 63.ARD-Musikwettbewerb in München 2014
  1. U21-Sonderpreis von BR-Klassik
  2. Sonderpreis der Mozart-Gesellschaft München
  • 1.Preis im Musikförderungswettbewerb des Konzertvereines Ingolstadt 2013
  • 1.Preis mit ADAMS- Sonderpreis beim Internationalen Marimba Wettbewerb „Marimba Festiva“ in Nurnberg
  • 2010 Bronze Medaille internationaler Marimba Wettbewerb „Marimba Mania“ in Paris
Vivi Vassileva spielte als Solistin bereits mit folgenden Orchestern:

Gürzenich Orchester Köln, Wiener Symphoniker, Britten Sinfonia, Wiener Kammerorchester, Sinfonieorchester Wuppertal, Sinfonieorchester Hagen, National Polish Radio Orchestra, Hofer Symphoniker, Nürnberger Symphoniker, Wiener Jeunesse Orchester, Bayerisches Landesjugendorchester, Neue Philharmonie München, Sofia Solisten, Baltic Neopolis Orchestra, Orchestra of Conservatorio Superior de Castellon, Philharmonie Südwestfalen, Württembergische Philharmonie Reutlingen, Sinfonieorchester Liechtenstein, Konstellation Plus Orchester,